27.11.2009
Ab 1. Januar 2010 treten die einheitlichen Zolltarife innerhalb Belarus, Kasachstan und Russland in Kraft

Am 27. November 2009 ist in Minsk im Rahmen der Sitzung des Staatenrates der EuroAsiatischen Wirtschafsgemeinschaft (EurAsES) auf Ebene der Staatschefs die Vereinbarung getroffen worden, dass ab 1. Juli 2010 die einheitliche Zollunion der Staaten: Belarus, Kasachstan und Russland vollständig funktionieren wird. Die Vollmächte für ihre Gründung werden an übernationale Behörde - dem Ausschuss der Zollunion - übertragen. Wie der Präsident der Republik Kasachstan Nursultan Nasarbajew betont hatte, „die Gründung der Zollunion von drei Staaten – Belarus, Kasachstan und Russland- sowie die Einführung ab 1. Januar einheitlicher Zolltarife wurden zum wichtigen historischen Ereignis der  Sitzung des Staatenrates der EurAsES“.
Der kasachische Präsident unterstrich, dass die Initiative zur EurAsES-Gründung von ihm beim Vortrag in der Staatlichen Universität zu Moskau im Jahr 1994 eingeleitet wurde und „nach 15. Jahren erfolgte der erste Schritt. Ab 1. Juli 2010 tritt der Vertrag über die Zollunion in Kraft“. Diese Beschlüsse wurden auf der Basis der Gleichberechtigung, des Respektes zur Unabhängigkeit und der politischen Integrität gefasst“, so das Staatsoberhaupt.
„Es entsteht ein großer Markt mit der Bevölkerung von rund 170 Millionen Menschen. Die Gesamtindustrie unserer Länder beträgt 600 Mrd. Dollar. Nur die gesamten Ölreserven machen 90 Mrd. Barrels aus. Unsere Staaten werden zum wichtigen Player auf dem Markt der Energieressourcen. Das Gesamtvolumen der Landwirtschaft ist 112 Mrd. Dollar. Der Anteil unserer Länder bei der internationalen Weizenproduktion beträgt 12%, beim dem Weizenexport – 17%. Das gesamte BIP unserer Länder beträgt 2 Billion Dollar, der Gesamtwarenumsatz – 900 Mrd. Dollar“, sagte Präsident Nasarbajew.
Der kasachische Staatschef sagte, dass die Zollunion nach Angaben der Experten ermöglichen wird, allen drei beteiligten Ländern ihr BIP-Wachstum zum Jahr 2015 auf 15% zu erzielen. Der Gesamtnutzwert für Russland wird 400 Mrd. Dollar, für Kasachstan und Belarus – 16 Mrd. Dollar, somit 14% vom BIP betragen.