Die neue Industrialisierung Kasachstans muss der gegenwärtigen Form der Weltwirtschaftsentwicklung entsprechen
Die neue Industrialisierung Kasachstans muss der gegenwärtigen Form der Weltwirtschaftsentwicklung entsprechen
 
Die Notwendigkeit, industrielle Weiterentwicklung zu ermöglichen und die Diversifizierung der traditionellen Industriezweige Kasachstans zu beschleunigen, wurde als Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, die einheimische Volkswirtschaft vor allem bei den Exporteinnahmen des extraaktiven Sektors negativ beeinflusst hatte. In seiner Rede am 12. Parteitag von „Nur Otan“ im Mai 2009 sagte Präsident der Republik Kasachstan Nursultan Nasarbajew, dass „wir ab 1. Januar 2010 den Fünfjahrplan der beschleunigten Industrieentwicklung des Landes im Rahmen der Strategie „2030“ beginnen werden. Wir sprechen hier über innovative Industrialisierung, aber nicht über die Industrialisierung, die am Anfang des vorigen Jahrhunderts in allen Ländern der Fall war. Unsere Industrialisierung muss der gegenwärtigen Form der Weltwirtschaftsentwicklung entsprechen…“.

Die Hauptaufgaben der innovativen Industrialisierung sind: die Konsolidierung der Bemühungen des Unternehmens und des Staates, die Konzentrierung der Ressourcen des Landes auf die Entwicklung der prioritären Wirtschaftszweigen, Formierung des günstigen Geschäfts- und Investitionsklimas, die Erhöhung der Intensivität und der Produktivität der Nationalwirtschaft.
Wichtige Prioritäten sind: Entwicklung der traditionellen Exportsektoren mit Diversifizierung von Produkten und Fortsetzung der technologischen Kette bis zu ihrer Endproduktion, Entwicklung der innovativen Erzeugung und Mehrwertproduktion mit hohem Niveau der Leistungsfähigkeit.
Gleichzeitig beauftragte das Staatsoberhaupt die Regierung mit der Erarbeitung des Konzepts unter dem Titel „Karte der Industrialisierung Kasachstan für 2010-2020 “, wo das Schema der rationalen Verteilung der Produktionskapazitäten in Ankopplung mit Ressourcen der Regionen und den Infrastrukturen zugefügt und eingeplant wird. 
Der Präsident warf Hauptrichtungen der beschleunigten Industrie- und Innovationsentwicklung auf:  Agrarindustrie und Verarbeitung der Landwirtschaftsproduktionen, Bauindustrie und Herstellung von Baumaterialien, Erdöl- und Gasindustrie, Metallurgie und Herstellung von fertigen Metallkonstruktionen, Chemieindustrie, Pharmazeutik und Rüstungsindustrie, Entwicklung der Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastruktur. Als Ergebnis aller Pläne soll ein Wirtschaftswachstum werden, das den Jahresmehrwert über 7 Billionen Tenge überschreiten muss. 
In der gemeinsamen Sitzung der Parlamentskammer beauftragte der Präsident vor kurzem die Regierung, bis Jahresende den Förderungsplan der Industrialisierung für nächste 10 Jahre mit einzelnen Fünfjahrplänen zu erarbeiten. Insgesamt sollen bis Jahreswechsel die Industrialisierungskarte für 2010-2015 und der Entwurf der rationalen Verteilung der Produktionskapazitäten bis 2020 vorbereitet werden. 
Die Regierung vollendet die Erarbeitung des Strategischen Entwicklungsplans bis 2020, indem einzelne Staatprogramme mit konkreten Zielen und Aufgaben des ersten Fünfjahrplanes 2010-2015 verankert werden. Die Gesamtanzahl wird 3-5 Programme nicht überschreiten. Der Entwurf des Staatsprogramms zur beschleunigten Industrie-Innovationsentwicklung sowie 10 Branchenprogramme für die ersten fünf Jahre sind bereits fertig, welche die Aufgaben des Programms „30 korporative Leader Kasachstans“, sie beinhalten Transportstrategie und andere Programmdokumente im Bereich der Industrialisierung. Außerdem wurden 23 Master-Pläne erarbeitet, die sich als eine aussichtsvolle Projektenkette mit Mehrwertproduktion darstellen. Sie ermöglichen, optimale Produktionstechnologien zu verwenden, neue Arbeitsmärkte aufzudecken und die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten. Sie bieten gleichzeitig für den KMU-Sektor die Möglichkeiten an, sich an den Innovationsprojekten zu beteiligen.     
Was Positives soll das Programm der beschleunigten Innovativen Industrialisierung dem Unternehmertum bringen? Das Hauptproblem des Unternehmertums in unserem Land, insbesondere im Realsektor, war Mangel an Finanzmittel, das Staatsprogramm sieht jetzt einige Finanzierungspräferenzen vor. Der Staat sichert die Errichtung der Infrastruktur  und gewährleitet Gründung neuer Produktionsstätte. Ferner werden Sondermaßnahmen zu Steuer- und Zollregelungen erarbeitet, administrative Barrieren bei der Lizenzvergabe abgeschafft. Wie von dem Staatspräsidenten betont, es soll das Kontrollverfahren der Staatsbehörden über die Unternehmen neu geregelt werden – eben diese Funktion der Staatsbehörden verhinderte bis jetzt die vollständige Entwicklung des Unternehmertums in Kasachstan. Der Programmumsetzung bei den Produktionsstätten in den Freiwirtschaftzonen, Industrie- und Technoparks wird staatliche Unterstützung geleistet.  
Ein wichtiger Faktor für die Gründung und Förderung neuer Produktionsstätten ist die Gewährleistung der staatlichen Aufkäufe. In diesem Jahr wurde von der Regierung die Entscheidung getroffen, Aufkaufaufträge  prioritär an einheimische Unternehmen zu erteilen. Also, der inländische Lieferant wird bevorzugt auch in Fällen, wenn seine Preise höher als bei ausländischen Anbietern sein werden. Die Begrenzung des Preisunterschieds wird im Zusammenhang der kasachischen Beteiligung an der Produktherstellung oder an der Dienstleistung auf Ebene von 30% angesetzt.  Das Staatsprogramm ist auf die Business-Initiativen mit wettbewerbsfähigen und hochtechnologischen Produktionsprojekten gerichtet, wobei staatliche Ressourcen- und Finanzunterstützung geleistet wird.