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Der Raum über der Feuerstelle war mit einem pyramidenartigen Dach aus Baumstämmen und der übrige Raum mit einem auf Pfeilern ruhenden Holzbrettersystem überdacht, die Wände bestanden aus Natursteinen oder Rohziegeln. Solche Siedlungen wurden in Atasu und Buguly gefunden. In der folgenden Zeit entstanden runde Wohnhütten, darunter gut zu transportierende auf- und abbaubare Jurten (Zelte), sowie rechteckige Gebäude mit Giebeldächern (Kystau).

So wie sich die Hausarchitektur schon in früher Zeit wandelte, änderten sich auch die Formen und Typen von Grabstätten. Menhire und Dolmene aus der Steinzeit wurden nach und nach zu majestätischen Grabkomplexen. Diese bestanden aus einer zentralen Steingruft mit Grabstätte (Zystu) und waren mit einem so genannten falschen Gewölbe überdacht und ringförmig von Mauern umgeben. Sehr oft schüttete man über dem Bestattungsort einen großen Erdhügel (Kurgan) auf. Die späteren Grabanlagen weisen rechtwinklige Ummauerungen auf und haben einen Eingangsbereich. Die Überdachung liegt auf Pfeilern.

Mit dem Aufkommen feudaler Verhältnisse veränderte sich die Grundstruktur der Ansiedlungen. Es entstanden die ersten befestigten Paläste der Adeligen, die im Laufe der Zeit zu Zitadellen ausgebaut wurden. Rund um die Zitadelle oder auch nur auf einer Seite der Zitadelle wuchs die von schützenden Mauern umgebene Stadt (Schachristan). In dieser lagen die Kultgebäude, der Basar, die Wohnhäuser der Würdenträger und Beamten sowie der großen Kaufleute und Händler. Im Zuge der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung entstanden die Vororte (Rabat), in denen kleine Händler, Handwerker und die Armen wohnten. Die Zitadelle und der Schachristan wurden aus Rohziegeln und Steinblöcken errichtet.

In Taras wurden Terrakottakacheln unterschiedlicher Form entdeckt, die zur Verzierung größerer Kultgebäude bestimmt waren. Sie sind identisch mit dem architektonischen Dekor, das in den Palästen der alten Stadtstaaten aus dem 5. bis 7. Jahrhundert in Aktepe (bei Taschkent), Pendschikent und Warachsch gefunden wurde.

Die wachsende Bedeutung der Städte für den Handel und die Wirtschaft führte zu einer Ausbreitung der Vorstädte, die sich östlich, südlich und westlich des Schachristan ausdehnten. Ende des 11. und Anfang des 12. Jahrhunderts errichtete man über den Ruinen der ehemaligen Paläste neue Paläste der Stadtregenten, die erweiterte Verteidigungssysteme aufwiesen.

Eine Blüte erlebte die Architektur im 11. und 12. Jahrhundert. Die dreiteilige Stadtstruktur mit Zitadelle, Schachristan und Rabat setzte sich allgemein durch. Die Verwendung von Backsteinen, die mit Gantschmörtel (Gips plus Lehm) gehärtet wurden, ermöglichte es, die Konstruktion der Zwischendecken zu verbessern und die Gewölbe über den Räumlichkeiten bedeutend zu erweitern. Backsteine verwendete man zunächst bei den wichtigen Baukonstruktionen und bei der Fassadenverkleidung von Rohziegelbauten. Als Beispiele seien die Türme Sarman-Kosa und Begim-ana im Gebiet Kysylorda genannt, die bis heute in gutem Zustand erhalten sind. Diese beiden Baudenkmäler sind interessant vor allem auch unter dem Aspekt, wie sich uralte örtliche Bautraditionen bei Grabstätten mit zeltförmiger Überdachung erhalten haben. Verwiesen sei auf die Mausoleen von Tegisken aus dem 9. bis 6. Jahrhundert und das Balanda-Mausoleum aus dem 4. bis 2. Jahrhundert vor unserer Zeit. Unter den Karachaniden erreichte die Architektur einen Höhepunkt. Auf dem Territorium Kasachstans sind Baudenkmäler aus dieser Epoche wie die Mausoleen Babadschi-chatun (10. bis 11. Jahrhundert), Karachan (11. Jahrhundert), Aischa-bibi (11. bis 12. Jahrhundert) im Gebiet Schambyl sowie Schuban-ana (11. bis 12. Jahrhundert) und Dampfbäder in Taras vollständig oder teilweise erhalten.

Das Mausoleum Aischa-bibi gehört zum zentrischen Typ der Memorialbauten. Es ist durchgehend mit Terrakotta mit reichen geometrischen und pflanzlichen Ornamenten verziert. Das Spiel von Licht und Schatten betont die leichte Durchbrochenheit des Gebäudes. Die Wandkonstruktion weist eine Besonderheit auf. Die im Grundriss quadratisch angelegten Mauern sind schichtmäßig gebaut.

Zu den herausragenden Baudenkmälern in Zentralkasachstan gehört das Mausoleum Ajakkamyr unweit von Scheskasghan. Es ist eine 8,10 mal 9,84 Meter große Grabstätte mit Portal und Kuppel. Die Hauptfassade wird von einem monumentalen Portal dominiert, der Eingangsbereich ist von einem schlanken, keilförmigen, auf Pfeilern ruhenden Bogen überdacht. Die Baumethode der dreidimensionalen Komposition und der kuppelstützenden Konstruktionen sowie die architektonischen und dekorativen Mittel aus dem 11. und 12. Jahrhundert lagen der weiteren Entwicklung der Architektur auf dem gesamten Territorium Kasachstans zugrunde.

Unter den Baudenkmälern in Zentralkasachstan ragt das Mausoleum Alasch-Khan (10. bis 12. Jahrhundert) aufgrund seiner künstlerischen und architektonischen Schönheit heraus.

Der innen quadratische Raum und die Außenwände bilden ein Rechteck (9,73 mal 11,91 Meter), das von den dicken Mauern des Portals bestimmt wird. Die Fassaden sind mit geometrischen Reliefs des Typs „Kerege“ und Rhombenmustern verziert. Dies verweist auf die Verbindung der Architektur der monumentalen Bauten mit dem Aufbau einer Jurte. Dank der strengen Proportionen der Kompositionselemente und des einfachen architektonischen Dekors wirkt das erhöht liegende Mausoleum wie aus einem Guss und zeigt sich monumental-majestätisch.

Ein einzigartiges Architekturdenkmal des ausgehenden 14. und beginnenden 15. Jahrhunderts ist die Mausoleums- und Moscheeanlage Chodscha Achmet Jassawi in der Stadt Turkestan. Das majestätische Gebäudeensemble besteht aus mehr als 30 Räumlichkeiten unterschiedlicher Größe und Funktionen, die um den zentralen Saal (Kasanlyk) gruppiert sind. Der quadratisch angelegte zentrale Saal ist mit der größten spitzbögigen Kuppel Zentralasiens (Durchmesser 18,2 Meter) überdacht und liegt an der Hauptlängsachse der Anlage, hinter der tiefen Nische mit Spitzbogen des Hauptportals. In der Mitte des Kasanlyk stand ein riesiger, für die Zubereitung des rituellen Mahls bestimmter Bronzekessel (Kasan). Im Zentrum der Grabstätte Jassawis befindet sich der mit hellgrünem Marmor verkleidete Sarkophag (Sagana). Die Grabstätte ist mit einer Doppelkuppel überdacht. Die innere Kuppel hat eine Spitzbogenform und ist mit Stalaktiten geschmückt. Die äußere gerippte Kuppel liegt auf einer hohen zylindrischen Trommel, die mit einem breiten Band aus Ornamenten, Aufschriften und einem Fries verziert ist. Die wichtigsten Räume sind die große Moschee, der große und der kleine Aksarai (Weißer Palast), die Bibliothek, die Aschana (Speisehalle) und der Kudukhana (Wasserbrunnen). Die Räume sind auf zwei Etagen durch vier Korridore mit dem zentralen Saal verbunden. Der altehrwürdige, monumentale Bau zeugt von der Macht des Timuridenreiches. Die Mausoleums- und Moscheeanlage ist eines der vier bedeutendsten Bauwerke, die unter Amur Timur errichtet wurden. Der Eindruck von Erhabenheit und Größe wird durch die enormen Ausmaße der mit einem Spitzbogen überdachten Portalnische (18,20 Meter breit) und dem Kontrast zwischen dem riesigen Portal (37 Meter hoch) und der kleinen Eingangstür in der Tiefe der Nische, die gerade mannshoch ist, erweckt. An der südlichen Seite dominiert ein wuchtiges Portal flankiert von zwei Ecktürmen, die im unteren Teil mit Facetten versehen sind. Hinter der riesigen blauen Kuppel des Kasanlyk sind die Kuppeln der Grabstätte und der kleinen Moschee zu sehen. Die Bedeutung dieses Baudenkmals für die Entwicklung der Baukunst Kasachstans war immens, einzelne Bauelemente und Details dienten in den nächsten Perioden als Vorbilder.

Die Architektur im 13. und 14. Jahrhundert spiegelte die allgemeine Tendenz in der Baukunst der Völker Zentralasiens wider.

Die Unterkuppelkonstruktionen wurden verbessert, zweireihige Trommeln entstanden und veränderten die gesamte Kompositionsstruktur. Mit Farbe überzogene Backsteine und Zierkacheln verliehen den Bauten einen feierlichen Charakter.

Die erhalten gebliebenen Kult- und Memorialdenkmäler aus dem 15. bis 18. Jahrhundert in den Steppenregionen Kasachstans lassen sich in drei Gruppen gliedern: Kuppelmausoleen, Mauern und Grabsteine. Die Mausoleen werden nach ihrer Komposition in Turmmausoleen sowie Portal- und Kuppelmausoleen geteilt, die wiederum nach dem Typ der Überdachung in Kugel- oder Kegeldachmausoleen mit oder ohne Trommel gegliedert werden. Zu den Turmmausoleen des 15. bis 18. Jahrhunderts zählen unter anderem die Mausoleen Schik-Nijas und Karmakschi-ata im Gebiet Kysylorda sowie das Mausoleum in der Stadt Susak in Südkasachstan.

Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden insbesondere in Ostkasachstan kleinere pyramidenförmige Grabstätten aus Stein oder Rohziegeln mit drei bis sieben Etagen, die bis zu acht Meter hoch waren. Die im 15. bis 18. Jahrhundert gebauten Mausoleen von Ustjurt, Mangyschlak und im Uralgebiet erinnern an die Wohnwagen, die zum Alltag vieler Nomaden Eurasiens gehörten. Für diese fundamentlosen Mausoleen ist typisch, dass die Eingänge hoch liegen und Vorhängen oder Schirmwänden ähneln. Die Kuppeln endeten mit einem Giebeldach oder einer Kugel, die von einer Spitze gekrönt ist.

Mit der Veränderung der Nomadenrouten der Völker Kasachstans erfreuten sich die transportablen, auf- und abbaubaren Jurten zunehmender Beliebtheit. Aufgrund ihrer Konstruktion wurden sie in unterschiedliche Typen unterteilt. Die am weitesten verbreitete Form besteht aus einem Gestell aus zusammenlegbaren Keregen (Wandgittern), die kreisförmig angeordnet werden. An den Keregen werden die Stangen befestigt, die sich nach oben zum Schanyrak (Rauchabzug) biegen und an diesem befestigt sind. Das Gerüst ist in der Regel rot gefärbt. Die Keregen werden von außen mit Tschijen (mit bunter Wolle umflochtene Rohrbastmatten) bedeckt, das Gestell wird mit Filzmatten überzogen. Die Jurten der Bais (Würdenträger) wurden mit weißen, mit eingenähten oder aufgesetzten Mustern verzierten Filzmatten bedeckt. Die weiße Farbe hatte sakrale Bedeutung, auch war sie Symbol des Klanoberhaupts oder des Dorfältesten. Die Struktur der Ornamente folgte wie die gesamte Zeltkomposition einem bestimmten System: der Kreis des Rauchabzuges steht für die Sonne, die Uuken (gebogene Stangen) stehen für die Sonnenstrahlen, hängende Schel-Bau oder Bakanen (Stützen) für den Lebensbaum. Alle diese Motive finden sich auch in den Ornamenten der Filzmatten und Teppiche. In der Mitte der Jurte befand sich im Winter die Feuerstelle. Der Platz in der Tiefe der Jurte direkt gegenüber dem Eingang gilt als Ehrenplatz, rechts vom Eingang befindet sich der Frauenwohnbereich. Die Tür wurde aus geschnitzten und bemalten Holzstücken gefertigt. Die Jurte besteht also aus Modulen. Grundlegend ist die Kerege. Jede Kerege bildet ein Kanat (Flügel). Nach den Kanaten (zwischen fünf und 18) wird das Fassungsvermögen bestimmt.

Mit dem Wachstum der Städte und der Wirtschaftsentwicklung in Kasachstan entstanden neue Fabrik- und Werkssiedlungen sowie Dörfer, in denen Handel und Gewerbe betrieben wurde. Mit dem beginnenden Abbau der Bodenschätze entwickelten sich rasch die Bergarbeitersiedlungen in Karagandy, Uspensk, Scheskasghan, Ridder und Syrjanowsk sowie die Erdölarbeitersiedlungen Dossor, Makat und andere. Es waren keine wohleingerichteten Siedlungen, sondern sie bestanden aus einfachen Häusern, aus Baracken und Jurten. Ein anderer Typ war das russisch-ukrainische Kirchdorf, zudem gab es Dörfer, die aus kleinen Holz- oder Ziegelhäusern bestanden.

Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden neue Typen von Gebäuden und Bauten, es veränderten sich die Methoden der Stadtbebauung, Traditionen der monumentalen Architektur erlebten eine Wiedergeburt, neue Baustoffe und -konstruktionen wurden verwendet. Die architektonischen Formen und Mittel der künstlerischen und dekorativen Gestaltung veränderten sich.

Die Durchsetzung der Sowjetmacht in Kasachstan brachte grundsätzliche Wandlungen in der Baukunst mit sich. In der ersten Hälfte der 20-er Jahre des 20. Jahrhunderts arbeitete man in den Städten aus der vorrevolutionären Zeit zumeist an der Verschönerung des Erscheinungsbildes beziehungsweise am Wiederaufbau der während des Bürgerkrieges zerstörten Gebäude. Die Sonderkommission der Staatlichen Plankommission Gosplan erarbeitete 1927 bis 1929 mehrere Typenschemata für Wohnhäuser, Profanbauten und sonstige Wirtschaftsbauten des Dorfes, um die landwirtschaftliche Entwicklung zu intensivieren und die Schaffung des „Kulturauls“ zu fördern.

Die in der Epoche des Sozialismus gebauten Häuser wiesen einige typische Besonderheiten auf: lakonische, mitunter geometrische Bauformen, länglich-schmale (horizontale) Fenster und geschlossene Balkongeländer. Diese Besonderheiten waren in vielerlei Hinsicht durch die Gerüstkonstruktion der Häuser bedingt und von den Ideen des damals vorherrschenden Konstruktivismus beeinflusst. Die Architektur der Verwaltungsgebäude geht ebenfalls auf den Konstruktivismus zurück, der Struktur und Äußeres dieser Bauten prägte. Ein Beispiel ist das zwischen 1928 und 1931 erbaute ehemalige Regierungsgebäude in Almaty.

Der Konstruktivismus ist durch das Prinzip der funktionalen Gliederung städtischer Territorien gekennzeichnet, durch die Anlage großer Stadtviertel, die Versorgung der Bevölkerung mit einem Netz kultureller und kommunaler Einrichtungen sowie durch ein hohes Niveau technischer und sanitärhygienischer Ausstattungen. Die Zahl der Industrieunternehmen wurde begrenzt, die Stadt sollte ein Ensemble von Plätzen und Straßen sein, das Größe und Schönheit der sozialistischen Epoche widerspiegelte. Diese grundlegenden Prinzipien lagen der Stadtplanung vieler Städte zugrunde, darunter Schymkent, Petropawlowsk (heute Petropawl), Atyrau und Akmolinsk (heute Astana). Mitte der 60-er Jahre wurden Projekte für die Planung weiterer Großstädte der damaligen Kasachischen SSR realisiert: Ust-Kamenogorsk (heute Öskemen), Karagandy, Temirtau und Ekibastus sind zu nennen. Die Architektur Kasachstans machte in den letzten beiden Jahrzehnten einen qualitativen Sprung. Nicht nur in Astana wurden in den letzten Jahren interessante, in ihrer architektonischen Ausdruckskraft mitunter besondere Wohn-, Büro- und Geschäftshäuser, Flughäfen und Bahnhöfe, Kultureinrichtungen, Sportanlagen und Infrastruktureinrichtungen errichtet. Zu verweisen ist etwa auch auf die einzigartige Brücke über den Irtysch in Semipalatinsk, auf eine neue Kirche und eine Moschee in Pawlodar sowie auf die restaurierten Bauwerke in Turkestan, das vor einiger Zeit sein 1500-jähriges Jubiläum feierte. Sehr aufschlussreich sind auch die Entwicklungen in der Landschaftsarchitektur.

In Kasachstan tagt einmal im Jahr das „Forum der Architekten“, auf dem Bauunternehmen, die Departements für Architektur und Städtebau, staatliche Einrichtungen für Architektur, freie Architekten, Künstler und Designer, aber auch die Unternehmen, die auf Verkleidungsstoffe, Bauausrüstung und Software für die Projektierungsarbeit spezialisiert sind, ihre Entwürfe und Projekte vorstellen.

Die durch geopolitische, sozialökonomische und demografische Überlegungen bedingte Verlegung der Hauptstadt nach Zentralkasachstan war einer der wichtigsten Schritte des souveränen Kasachstans. Mit der Verlegung sollten die Probleme der ungleichmäßigen Besiedelung gelöst sowie die sozialen und wirtschaftlichen Spannungen im Süden des Landes abgeschwächt werden. Im Dezember 1997 erklärte Präsident Nursultan Nasarbajew per Erlass die Verlegung der Hauptstadt von Almaty nach Akmola, das 1998 seinen neuen Namen – Astana – bekam. Bereits im Sommer 1996 wurde gemeinsam von der Staatlichen Kommission für den Umzug der Staatsorgane und dem Verband der Architekten Kasachstans zu einer internationalen Konferenz über die städtebaulichen Probleme der neuen Hauptstadt eingeladen. An der Konferenz nahmen Experten aus Russland, der Ukraine, Kyrgysstan, Finnland, der Türkei und Bulgarien teil. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Konferenz wurden Vorschläge zur Erarbeitung eines allgemeinen Stadtentwicklungsplans unterbreitet. Angesichts der Bedeutung der Aufgabe wurde beschlossen, einen offenen Wettbewerb durchzuführen. Zugelassen wurden 27 Arbeiten. Die Jury wählte Projekte aus Japan, Russland und Kasachstan aus.

In Astana sind ganze Stadtteile entstanden. Errichtet wurden erstklassige Hotels. Zu den neu gebauten Einrichtungen des Bildungswesens und der Wissenschaft zählen die Eurasische Gumiljow-Universität, die „New University of Astana”, das Staatsarchiv, die kasachstanisch-amerikanische Schule „Miras“ und das „Kinderdorf“. Unter den Sportanlagen kann man das neue überdachte Fußballstadion mit 30000 Plätzen, die Regattaanlage „Ak Bulak“, den Sport- und Unterhaltungskomplex „Kasachstan“ sowie den Sportkomplex „Alatau“ nennen. Errichtet wurden das Nationalmuseum, die Musikakademie, der Aussichtsturm „Baiterek” – das Symbol Astanas –, die Nationalbibliothek, die Große Moschee, die Nur-Astana-Moschee, der Internationale Flughafen, das Handelszentrum „Eurasia“, der Khan-Shatyr-Komplex, die Galerie „Millenium“ sowie der Komplex „Cinema Citi“. Entstanden ist der Präsidentenpalast „Ak-Orda”, der Sitz des Parlaments, das Haus der Regierung, die Ministerien. Effektvoll ist die Architektur des Finanzministeriums und von KasMunaiGas sowie des Palastes der Einheit und des Friedens „Pyramide” von Sir Norman Foster.

Auf dem Eurasian Emerging Markets Forum im September 2013 kündigte Präsident Nasarbajew an, dass zwei weitere Großstädte wie Astana und Almaty sowie eine Reihe „smarter grüner“ Städte entstehen sollen. Entwickelt werden sollen Stadtagglomerationen, das heißt Kernstädte mit ihrem dicht besiedelten Umland, als starke Wachstumspunkte.